Saisonabschluss mit Sahne oben drauf

Erstellt am: 10. April 2026

SG TV Dürkheim/BI Speyer: Direkt nach verpassten Zweitliga-Playoffs schafft der SG-„Talentschuppen“ mit dem Gewinn des Rheinland-Pfalz-Pokals den krönenden Saisonabschluss.

Trotz eines „Wahnsinns-Wochenend-Programms“ mit zwei Pokalspielen und dem Zweitliga-Abschluss innerhalb von 20 Stunden feiert das SG-Team beim Top-Four-Finale zwei 100er-Erfolge.

Letztendlich war es nicht das „befürchtete“ Rumpfteam der SG TV Dürkheim/BI Speyer, das seine Visitenkarte im weit entfernten Neustadt/Wied, direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen vor den Toren Bonns gelegen, für den Pfälzer Regionalligisten abgab. Fast die komplette Truppe hatte Zeit und Lust auf den großen Saisonabschluss und war als starkes Team an beiden Tagen dabei. Ein Mega-Auftritt, der eindrucksvoll noch einmal das große Potential der SG-Nachwuchsasse zeigte. Lediglich Cheftrainer Carlos Hidalgo Guijo sowie die beiden Leistungsträger Oskar Humpert und Joshua Kreilein fehlten im Halbfinale des Top-Four-Wochenendes, weil sie am Samstagabend in Speyer mit der vereinseigenen Zweitliga-Mannschaft um die Playoff-Teilnahme kämpften. Vergeblich. Nach der knappen 60:62-Heimniederlage geht Gegner Dresden Titans in die Endrunde. Für die Pfälzer ist die Saison vorbei mit der Gewissheit, nächste Runde wieder in der Zweiten Liga aufzulaufen. Hidalgo Guijo und Kreilein waren im Pokal-Finale am Sonntag wieder beim SG-Regionalliga-Team und vervollständigten fast komplett die Mannschaft. Humpert fehlte als einziger Stammspieler. Insgesamt „haute“ die Spielgemeinschaft mit ihrem eindrucksvollen Top-Four-Auftritt nochmals mächtig auf den Putz. Der 105:64-Kantersieg im Halbfinale gegen SF Neustadt/Wied und der ebenfalls dreistellige 100:76-Finalerfolg gegen BBC Fastbreakers Rockenhausen sorgten für einen erfolgreichen Saisonabschluss – mit zweimal einem „Sahnetag“ der jungen SG-Cracks!

„Ich muss der Mannschaft zu der wirklich großen Leistung an diesem extrem intensiven Wochenende mit zwei Spielen in sehr kurzer Zeit gratulieren. Bereits am Samstag fuhr unter der Leitung von Assistenztrainer Heiko Wissmann das Team einen souveränen Sieg gegen den Gastgeber aus Neustadt/Wied ein, der nie gefährdet war“, zog Carlos Hidalgo Guijo zufrieden Fazit. „Beeindruckend war der Einsatz und die Motivation unserer Jungs im gesamten Turnier. Alle verfügbaren Spieler waren dabei, was auch den starken Zusammenhalt der Gruppe zeigt.“ Keinem der Spieler hätte die Doppelbelastung mit zwei Spielen in weniger als 20 Stunden und der sehr große Aufwand mit der weiten Fahrt nach Neuwied gestört. Alle hätten mit großem Eifer die letzte große Saisonaufgabe angepackt und dann auch erfolgreich zum krönenden Abschluss genutzt. „Der Gewinn des Landes-Pokals war unser klar ausgegebenes Ziel. Es waren die beiden Spiele, die die Saison abschließen und für lange Zeit bis in den Herbst zu Beginn der neuen Runde in unseren Köpfen haften bleiben“, erklärte der spanische Headcoach. „Die Mannschaft ist trotz Verletzungen und Veränderungen über die komplette Saison eng zusammengewachsen, hat sich enorm weiterentwickelt und bis Ende mit großer Energie und Spielfreude präsentiert. Dass das jetzt alles beim Top-Four-Finale um den Rheinland-Pfalz-Pokal so positiv, so erfolgreich, teils auch beeindruckend verlief, bedeutet einen Riesen-Erfolg für unseren Verein. Die Jungs, alle zusammen, haben sich das redlich verdient!“

Unter Wissmanns Regie brannte das SG-Team im Halbfinale ein eindrucksvolles Feuerwerk ab. Mit einer atemberaubenden 31:6-Auftaktserie entschieden die Pfälzer die Partie quasi vom Anpfiff weg. In der Halbzeit führten die „jungen Wilden“ bereits 60:22 – wow! Ein klares Statement, bei der Pokalendrunde nicht nur dabei sein zu wollen. „Das Finale begann schwierig für uns. Rockenhausen spielte sehr vertikal, mit großem Zug zum Korb und kam mit Eins-gegen-Eins-Situationen oft zum Abschluss. Die Fastbreakers spielten schnell, hatten dafür wenig Struktur, was uns zunächst erschwerte, defensiv unseren Rhythmus zu finden“, sagte Hidalgo Guijo. „In dieser Phase sind wir zu arg ins individuelle Spiel verfallen. Paul Stupperich und Leon Henning sorgten später für Stabilität und Spiel-Kontrolle, insbesondere in der Offensive. Henning wurde aus meiner Sicht auch folgerichtig zum MVP, dem wertvollsten Spieler des Endspiels, gewählt. Auch Dion Leopold zeigte eine sehr starke Leistung. Unser Routinier Sebastian Fischer konnte mit seiner Erfahrung in entscheidenden Momenten wichtige Impulse setzen. Im weiteren Spielverlauf konnten wir schließlich das Match mit konstanten Führungen von 10 bis 15 Punkten Abstand kontrollieren und am Ende souverän ins Ziel bringen. Ein Erfolg des gesamten Teams!“ Beeindruckend war Dürkheims Schlussoffensive mit 31 Punkten in den letzten sieben Minuten zum deutlichen Pokalsieg.

Bei der abschließenden Siegerehrung wurde nicht nur das Team von Johann Ammon, Vizepräsident Spielbetrieb bei Basketballverband Rheinland-Pfalz, geehrt. Auch Leon Henning wurde zum wertvollsten Spieler des Top-Four-Finales um den Rheinland-Pfalz-Pokal 2026 ausgezeichnet. Henning ist ein erfolgreicher und auch „bekannter“ Nachwuchs-Basketballer aus der Vorderpfalz – bei der TSG Maxdorf hat er die Korbjagd erlernt und später für Eintracht Lambsheim, SG Mannheim und USC Heidelberg gespielt. Jetzt startet Henning erfolgreich bei der SG TV Dürkheim/BI Speyer durch und wurde letztes Wochenende zum „MVP“ bei der rheinland-pfälzischen Pokalendrunde gewählt – „wertvollster Spieler“ beim Top-Four-Finale 2026 als nächsten Meilenstein in seiner noch jungen Karriere. Nach einer guten Regionalliga-Runde mit dem früh erreichten Klassenerhalt holten sich Henning und die SG-Cracks das beste Stück vom Kuchen ganz am Ende der Saison 2025/2026. Quasi als krönender Abschluss!

SG-Bilanz beim Top-Four-Finale um den Rheinland-Pfalz-Pokal:

  • 105:64-Sieg gegen SF Neustadt/Wied (Halbfinale): Stupperich (19 Punkte), Henning (17), Grimley (15), Skiba (15), Lange (13), Hillmer (12), Leopold (5), Fischer (5), Ludwig (4).
  • 100:76-Sieg gegen BBC Fastbreakers Rockenhausen (Endspiel): Henning (23),Stupperich (21), Grimley (11), Kreilein (11), Skiba (9), Lange (8), Leopold (8), Fischer (7), Hillmer (2), Ludwig.

Uwe Eid

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